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Lüneburg – das Salzgebiet (Teil 3)

Heute präsentiere ich euch das Salzgebiet, ein wichtiger Bestandteil, der Lüneburg bedeutsam macht.

Kalkberg

Wie der Name der Stadt „Lüneburg“ schon besagt, gab es eine Burg in Lüneburg. Diese Burg stand auf dem Kalkberg, bis sie nach dem Erbfolgekrieg zerstört wurde.

Seit vielen Jahrhunderten wird unter Lüneburg ein großer Salzstock gelagert, der sich im Laufe der Geschichte Lüneburgs bildete. Durch den Salzstock wurde auch Gips gewonnen, der heute zum Bauen verwendet wird. Deshalb könnte man den Kalkberg auch Gipsberg nennen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann der Abbau von Salz und Gips beendet und der Kalkberg wurde zum Naturschutzgebiet. Zu Beginn hatte der Berg eine Höhe von 70 Metern, doch durch den Abbau des Gipses und des Salzes ist er nur noch 58 Meter hoch.

Heute kann man dort wunderbar wandern, wer Treppen liebt, ist an diesem Ort herzlichst Willkommen, denn wer zur Aussichtsplattform auf den Kalkberg möchte, muss viele Treppen bezwingen. Von dort aus kann man dann die Altstadt Lüneburgs sehen.

https://www.lueneburger-heide.de/stadt/sehenswuerdigkeit/85/lueneburg-kalkberg.html

https://www.lueneburg.info/kalkberg

https://www.lustauflueneburg.de/kalkberg/#gsc.tab=0

Ehemalige Gipsbrennerei

Ehemalige Gipsbrennerei

Diese ehemalige Gipsbrennerei wurde verwendet, um das Gips zu brennen, damit es als Baumaterial verwendet werden kann.

https://www.quadratlueneburg.de/der-gipsbrennofen-am-kalkberg.html

St. Michaeliskirche

Das Benediktinerkloster St. Michael wurde nach dem Erbfolgekrieg ebenfalls zerstört und ist dann als Klosterkirche neu vor dem Kalkberg gebaut wurden.

Die Klosterkirche ist eine Backsteinbaute, die ca. 27 Metern hoch ist.  Zu der Höhe von ca. 27 Metern kommen noch weitere 79 Meter Höhe des Kirchturms.

In der Kirche befinden sich 2 Kapellen und ein Hochaltar. Der Hochaltar bestand aus einer goldenen Tafel. Die später gestohlen und eingeschmolzen wurde.

Über dem Eingang der Klosterkirche befindet sich eine Orgel. Zunächst scheint es als wäre die Orgel schief, obwohl sie gerade angebaut ist.

In dem Kirchenturm befindet sich eine bienenkorbförmige Burgglocke und 2 weitere Schlagglocken für den stündigen Uhrenschlag.

https://sankt-michaelis.de/

Die St. Michaeliskirche ist einer der Außendrehorte für die ARD-Serie Rote Rosen.

Auf dem Meere, das Senkungsgebiet

Ebenfalls ist das Senkungsgebiet ein weiterer Außendrehort für die ARD-Serie Rote Rosen.

Das Senkungsgebiet beginnt in der Straße Auf dem Meere in der Nähe der Klosterkirche St. Michaelis und zieht sich bis zur Innenstadt zum Lüneburger Rathaus. Der westliche Teil der St. Michaeliskirche ist von den Senkungen betroffen.

Der oben genannte Salzstock befindet sich unter dem Senkungsgebiet, der sich im Laufe der Jahre verkleinert und somit auch die Straßen und Häuser in die Tiefe sinken lässt. Auf den verschiedenen Bildern kann man erkennen, wie schief die Häuser zum Teil sind. Viele der betroffenen Häuser haben neben der Schiefe auch noch viele Risse. Um die Stabilität zu erhalten, wurden die Häuser mit Stahlträgern gesichert.

Als ich mit meiner Oma an einer Stadtführung, der Rote Rosen Tour teilnahm, erfuhren wir, dass das Senkungsgebiet der teuerste Stadtteil ist, denn die Mieten sind sehr hoch dort und die Eigentümer sind im Wissen, dass die Häuser jederzeit tiefer sinken können. Jährlich sinkt Auf dem Meere bis zum 13 cm.

Wie man erkennen kann, ist das Aussehen der Häuser unterschiedlich. Die Häuser wurden im 16. Bzw. 17. Jahrhundert gebaut und sind Wohn- und Handwerkshäuser.

Unter dem Senkungsgebiet liegt die Saline, in der früher das Salz abgebaut wurde und heute als Museum vor Ort steht.  

http://www.salzmuseum.de/

Wenn euch dies inspiriert hat, dann freut euch auf den nächsten Artikel der Lüneburger Artikelserie. Es wird etwas märchenhaft das nächste Mal.

Bei weiteren Fragen steht das Kontaktformular zur Verfügung.

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Lüneburg und der Genuss (Teil 2)

Zuletzt erzählte ich euch etwas über die Geschichte Lüneburgs. Heute kommen wir zum genüsslichen Teil von Lüneburg.

Hotel Seminaris

Als ich mit meiner Oma in den Sommerferien diesen Jahres in Lüneburg an kam, fuhren wir mit dem Bus zum Hotel. Während der Busfahrt lernten wir die wunderschöne Architektur und einige Sehenswürdigkeiten schon kennen. Wer Bus fahren liebt, ist in Lüneburg willkommen, denn der Bus hat ein schnelles Tempo. Als wir ausstiegen, hatten wir das Hotel direkt neben der Haltestelle um die Ecke. Perfekt für Urlauber mit viel Gepäck. Das Hotel liegt nicht in der Innenstadt, sondern vor dem Kurpark Lüneburgs neben der Salztherme und dem Lüneburger Krankenhaus.

Die Nächte übernachteten wir im Hotel Seminaris.

https://seminaris.de/hotels/lueneburg/seminaris-hotel-lueneburg

Hotel Seminaris

Wir bekamen ein Zimmer mit Doppelbett. Alles klein und eng behalten. Der Ausblick hielt sich in Grenzen, denn die Salztherme wurde zu dieser Zeit umgebaut. Aber der Kurpark um die Ecke ist wunderschön und wir konnten dort die Ruhe genießen.

Frühstück gab es täglich im Hotel und abends aßen wir ebenfalls meist im Hotel. Es gab dort Buffet. Es war ein sehr großes und reichhaltiges Angebot. Abends gab es täglich eine andere Auswahl zum Zusammenstellen des Gerichtes. Das Essen haben wir sehr genossen ebenso aber auch die Bienen. Sie waren immer da, wo wir auch saßen. Deshalb haben wir in den nächsten Tagen zum Frühstück und Abendbrot immer im Restaurant gegessen und die Zeit danach auf der Restaurantterrasse genossen.

Eiscafe Milano

Nach unserer Ankunft haben wir dann zum Einstieg ein Eis genossen im Eiscafe Milano.

Eiscafe Milano

Das Eis und die Shakes sind sehr lecker. Die Auswahl an Eissorten war sehr groß.

Lüneburger TNT-Theater

Danach gingen wir durch die Straßen und kamen am Lüneburger TNT-Theater vorbei.

https://www.theater-lueneburg.de/

Leider konnten wir durch Corona das Theater nicht von innen besichtigen, doch von außen ist es auch sehr sehenswert. Auf dem Dach ist eine Elefantenskulptur und in den Glasscheiben werden die verschiedenen Theaterstücke vorgestellt, die normalerweise täglich aufgeführt werden.

Vor dem Theater steht dieser Herr:

Professor Robert Stolz

Dieser Herr ist Professor Robert Stolz, Sohn des Musikdirektors Jakob Stolz und der Pianistin Ida Stolz. Er ist der Jüngste unter seinen 11 Geschwistern.

Er wurde am 25. August 1880 in Österreich geboren und starb am 27. Juni 1975 in Berlin.

Stolz studierte Musik im österreichischen Graz und Wien und im deutschen Berlin. Er absolvierte seine Staatsprüfung in Musik und wurde Opernkorrepetitor im österreichischen städtischen Theater Graz am Ende des 19. Jahrhunderts. Später nahm er den Job als Kapellmeister in Marburg an der Drau und in Salzburg an.

Robert Stolz komponierte 1903 seine erste Operette „Schön Lorchen“ im Graz. Später leitete er das Wiener Theater. Während des ersten Weltkrieges war er im Kriegsdienst unterwegs und war Kapellmeister beim K. u. k. Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4.

Später unternahm er den Versuch ein eigenes Theater selbstständig zu betreiben, jedoch waren die Kosten zu hoch und er ging nach Berlin. Dort ging er ins Kabarett der Komiker. In Wien wurde nach Robert Stolz die Robert-Stolz-Bühne benannt, daraufhin zog er wieder nach Wien. Im Laufe der Zeit schrieb er mehr als 60 Stücke, sei es Filmmusik, Schlager oder Operetten.

In der Zeit des Nationalsozialismus brachte er viele Juden heimlich nach Österreich. Als Österreich sich Deutschland anschloss, verlässt Stolz sein Heimatland. Stolz war mehrmals verheiratet. Nach dem er Österreich verließ, ging er nach Frankreich zu seiner fünften Ehefrau Yvonne Louise Ulrich, und beide zogen nach New York. 1942 wurde er aus dem Deutschen Reich ausgebürgert, denn er wollte nicht nach Deutschland zurückkehren. 1944 schreibt er das Stück „Es geschah morgen“ und wurde für den Filmmusik-Oscar nominiert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er zurück nach Wien und nahm die Arbeit als Komponist wieder auf. Er komponierte die berühmte „Wiener Eisrevue“, eine seiner 19 Operetten für das Eiskunstlaufen.

Lüneburg von oben

Nun kommen wir zum Höhepunkt des Artikels, die wundervolle Aussicht und Ansicht aus der Luft auf die Stadt.

Diese Aufnahmen habe ich vom Wasserturm aus geschossen. Ein schneller Rundumblick als Vorgenuss für die nächsten Artikel.

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Lüneburg und Geschichte (Teil 1)

Lüneburg, das ist meine neue Artikelserie. In den nächsten Wochen werde ich euch spannende Orte von Lüneburg vorstellen, die unbedingt besucht werden müssen.

Ich war sehr froh als während der Corona Zeit im Sommer Urlaube möglich waren. Denn die Reise nach Lüneburg wollte ich schon seit vielen Jahren unternehmen und nun war es soweit. Trotz der vielen Einschränkungen hatte ich eine wundervolle Zeit und diesen möchte ich euch nun präsentieren.

Lüneburg ist eine besondere Stadt in Niedersachsen in der Nähe von Hamburg.

Die Geschichte Lüneburgs ist sehr lang, denn erstmals wird Lüneburg urkundlich 956 genannt. In dieser Zeit sind die Lüneburger Burg und Das St. Michaels-Kloster auf dem Kalkberg und die Saline schon erbaut wurden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dort die St. Johanniskirche unter den Billungern und den Welfen. Der Enkel von Heinrich den Löwen gab Lüneburg das erste Mal eigene Rechte.

St. Michaeliskirche

Seit der Entstehung Lüneburgs ist die Lüneburger Burg, das St. Michaelis-Kloster, das Lüneburger Rathaus, der Alte Hafen und die Saline ein wichtiger Bestandteil der Stadt. Das Salz ist ein wertvolles Herstellungsgut von Lüneburg, was früher durch den Schiffverkehr der Hanse verkauft und womit gleichzeitig auch gehandelt wurde. Nach dem Erbfolgekrieg wurde die Lüneburger Burg Ende des 14. Jahrhunderts auf dem Kalkberg zerstört. Danach gab es den Frieden von Lüneburg. Später hatte die Stadt im 15. Jahrhundert zwar Konflikte, aber Ende des 15. Jahrhunderts hatte Lüneburg seine große Blütezeit, denn viele weitere Kirchen und das Lüneburger Rathaus sind entstanden. Lüneburg wurde unabhängig und die Planung einer Universität stand im Vordergrund.

Alter Kran im Lüneburger Hafen

Der wirtschaftliche Salzhandel findet Ende des 16. Jahrhundert sein Ende. Seit der Reformation wird die Stadt wieder von Fürsten geführt. Im Gegensatz zu anderen Städten blieb Lüneburg vom 30- jährigen Krieg unberührt, aber im 7-jährigen Krieg und der Zeit Napoleons musste die Stadt sehr leiden.

Nach den schweren Zeiten Lüneburgs wurde die Saline modernisiert. Durch den neue hannoverschen König Mitte des 19. Jahrhunderts erhält Lüneburg eine neue Verfassung, ein Eisenwerk, einen neuen Bahnanschluss und erste Industrieunternehmen. Nach dem Preußen gewaltsam Lüneburg einnahmen, wächst die Verwaltung und Gerichte Lüneburgs Mitte des 19. Jahrhunderts stark.

Lüneburg zählt zu den ältesten Städte Deutschlands, die von den Weltkriegen nicht zerstört wurde. Im Laufe der Jahrzehnte entsteht eine neue Infrastruktur und ein großes Kurzentrum, wie ein neuer Hafen, Autobahnen und neue Fußgängerzonen. Des Weiteren erhalten die Schulen insbesondere Hoch- und Fachschulen mehr öffentliche Arbeit und im Laufe der Jahre kommen immer mehr Studenten in die Stadt.  

Aktuell hat Lüneburg ungefähr 76.000 Einwohner und ist seit 2007 offiziell wieder Hansestadt. Es ist ein großes wirtschaftliches und kulturelles Zentrum geworden, vor allem durch eine Zusammenarbeit mit der Großstadt Hamburg und durch die ARD-Serie Rote Rosen, die täglich von montags bis freitags um 14.10 Uhr ausgestrahlt wird. Die Serie spielt in Lüneburg. Viele Sehenswürdigkeiten werden als Drehorte verwendet, die Lüneburg zu einer der schönsten Städte in Deutschland macht.

Hier sind weitere Hauptsehenswürdigkeiten Lüneburgs:

Platz am Sande mit St. Johanneskirche
Ratsmühle

Wenn euch diese langjährige Geschichte gefallen hat, dann schaut in meine nächsten Artikel und lernt die Sehenswürdigkeiten, die diese Stadt ausmachen, näher kennen.

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